Vom 14. bis 20. September fand zum ersten Mal die Aargauer Laienkultur-Woche statt: Kulturvereine und -organisationen im ganzen Kanton öffneten ihre Türen. Ob offene Proben, kleine Workshops oder Einblicke hinter die Kulissen — das Programm zeigte eindrucksvoll die Vielfalt und Lebendigkeit unserer Kulturlandschaft.
Rund 90 Vereine und Organisationen der Laienkultur haben mitgemacht und ihre Leidenschaft und ihr Können mit der Öffentlichkeit geteilt. Auf unserer Übersichtskarte sind alle teilnehmenden Gruppen auf einen Blick zu sehen.
Die Rückmeldungen der teilnehmenden Vereine im Nachgang sind mehrheitlich positiv: Ein Musikverein hatte gleich drei interessierte Besucher – mehr, als erwartet worden war, und konnte mindestens ein neues Mitglied gewinnen. Ein Chor berichtet, wie er mit Plakaten und Mund-zu-Mund-Propaganda neue Mitglieder gewonnen hat, ein anderer mobilisierte so viele Interessierte, dass am Ende mehr Gäste als aktive Chorsängerinnen dabei waren – die gemeinsam gesungenen Lieder kamen so gut an, dass herzhaft mitgesungen wurde, und beim Apéro im Anschluss blieben viele Gäste noch lange. Ein Theaterverein spricht von einer «Win-Win-Win-Situation» aus mehr Sichtbarkeit für den Verein, einer niederschwelligen Mitmachgelegenheit für Interessierte und mehr Bekanntheit für die KoALa.
Nicht überall ging es dabei um neue Mitglieder – und auch das werten die Vereine als Erfolg: Bei einer offenen Probe kamen vor allem Angehörige der Musizierenden vorbei, ein Improvisationskurs lief einfach «alles glatt», und manche Vereine punkteten mit einem persönlichen Flyer oder eigenem Online-Inserat. Und selbst wo keine Gäste kamen, blieb die Stimmung versöhnlich – man wolle es 2027 einfach nochmals versuchen. Rund jeder zweite Verein hatte während der Woche Schnuppergäste zu Besuch, über drei Viertel wollen 2027 wieder dabei sein.
Wir von der Koordinationsstelle waren selbst bei einigen Veranstaltungen dabei — auch für uns waren das ganz besondere Momente. Nadine Fernández, Projektleiterin der KoALa, blickt zurück: «Vor eineinhalb Jahren war die Laienkultur-Woche eine Idee — jetzt ist sie Realität. Mit rund 90 Vereinen feiern wir die allererste Aargauer Laienkultur-Woche. Und ganz persönlich ist es einfach schön, die Menschen aus den Vereinen kennenzulernen.»
Ein herzliches Dankeschön an alle Vereine, die mitgemacht haben. Das ist die Aargauer Laienkultur: viele engagierte Menschen mit Freude an der Sache, die das gerne mit anderen teilen.
Die Laienkultur-Woche in Bildern und Worten
Diese Woche war voller neuer Begegnungen. Bei einigen von euch durften wir hinter die Kulissen schauen und zuhören – hier ein paar Stimmen und Eindrücke aus dem Programm:
Harmonie Turgi Gebenstorf: «Kultur und das Vereinsleben bringen Generationen zusammen. Zusammen erreicht man mehr!» – Adriana Umbricht Präsidentin, Harmonie Turgi Gebenstorf.
Musikgesellschaft Wittnau
Theatergruppe Schwaderloch: Auf die Frage, was ohne sie in Schwaderloch fehlen würde, war die Antwort klar: «Ohne uns würde in Schwaderloch etwas fehlen, nämlich Kultur!», sagt Giorgio Sebastiani, eines der Mitglieder – und die ganze Gruppe ruft gleich hinterher: Unterhaltung, Nachtleben, Bühnenleben, Gelächter!
Männerchor Eiken: «Für mich ist genau das das Schöne am Männerchor: die Gemeinschaft und das gemeinsame Singen», sagt Guido Steiner, Co-Präsident. Und Chormitglied Pascal Anliker ergänzt mit einem Schmunzeln: «Ohne den Männerchor Eiken würde in Eiken ein grosses Stück Kultur fehlen – und die Festwirtschaft am 1. August erst recht!»
Trachtengruppe Eiken: «Ich habe schon immer gerne Tracht getragen. Mit der Tracht steht man ganz anders da, wortwörtlich bodenständiger.»
– Regula Mathis, Präsidentin und Kindertanzleitung.
Save the date 2027
Für eine erste Austragung war dies ein toller Erfolg. 2027 soll die Laienkultur-Woche deshalb noch grösser werden – mit noch mehr Reichweite und noch mehr mitmachenden Vereinen. Die nächste Ausgabe findet vom 11. bis 19. September 2027 statt.
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Die KoALa sucht Bilder aus der Aargauer Laienkultur